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01.04.2025

Fachaustausch zur Krise im Wohnungsbau in Brilon bei Becker Verwaltung-Vermietung GmbH, Brilon

Die Wohnungsbaubranche steckt in der Krise und zieht die gesamte Volkswirtschaft mit sich – eine sozialpolitische Krise, von der sich Deutschland nicht so schnell erholen wird.

Autorin: Marlies Staudt

20 qualifizierte Fachleute aus der Bau- und Immobilienbranche, Bankenvertretern und Politik trafen sich am 11.2.2025 in den Räumen der Becker Verwaltung-Vermietung GmbH in Brilon.

Aktuelle Situation:

Die Bau- und Immobilienbranche befindet sich in einer tiefen Krise, die die gesamte Volkswirtschaft belastet. Es herrscht ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum, was zu sozialpolitischen Problemen führt.

Wirtschaftliche Bedeutung:

Die Baubranche erwirtschaftete 2023 rund 365 Milliarden Euro der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung und sichert jeden 7. Arbeitsplatz in Deutschland. Die Wohnungsbaubranche generierte 2023 mehr als 140 Milliarden Euro an Steuereinnahmen.

Zielverfehlung:

Das Ziel der Regierung, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu bauen, wurde 2023 mit 294.000 fertiggestellten Wohnungen deutlich verfehlt. Für 2024 werden nur noch 265.000 Einheiten erwartet, und bis 2026 könnten die Zahlen auf unter 200.000 sinken.

Ursachen:

Hohe Baukosten, überzogene Auflagen, reduzierte Förderbedingungen, steigende Zinsen und Preise sowie fehlende Planungssicherheit bremsen den Wohnungsbau aus.

Soziale Folgen

Laut Branchen-Bündnis fehlen in Deutschland ca. 800.000 Wohnungen. 9,3 Millionen Menschen leben in überbelegten Wohnungen.

Fachkräftemangel

Die Ressourcen der Wohnungsbaubranche bauen sich kontinuierlich ab, sodass bei einer Verbesserung der Auftragslage Unternehmen und Fachkräfte fehlen werden.

Regionale Bedeutung:

Im Hochsauerland, wo viele KMU tätig sind, ist eine starke Gemeinschaft wichtig, um Innovationen voranzutreiben und Arbeitsplätze zu schaffen.

Fachaustausch:

Ziel des Treffens war es, gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten und diese mit politischen Entscheidungsträgern auszutauschen.

Politische Forderungen

Die Teilnehmer fordern von der Politik mehr Gestaltungswillen, Mut und kreative Ansätze sowie die Einbeziehung von Branchenexperten bei politischen Entscheidungen.

Ziel:

Die Erkenntnisse des Fachaustauschs sollen in die politische Debatte einfließen, um praxisorientierte Lösungen für den Wohnungsbau zu finden.

Das erarbeitete Protokoll wurden den zuständigen Vertretern der Politik überstellt.

Dieser Fachaustausch wird sich weiterhin mit den Herausforderungen des Wohnungsbaus befassen. Der nächste Austausch wird im September bei den Stadtwerken Brilon stattfinden.

Weitere Informationen können Sie bei  marlies.staudt@bvmw.de erfragen.

Danke an Frank Schindler von Becker Verwaltung-Vermietung GmbH (https://www.becker-immobilien.de/) , für die Anregung dieses Ausauschs und dass er uns seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat.

Quelle:
Text: BVMW  / Fotos: BVMW

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Fotos: BVMW

Ihre Ansprechpartnerin dazu aus der Region

Staudt marlies

Marlies Staudt

Leiterin der Wirtschaftsregion ‒ Südwestfalen, Leiterin des Kreisverbandes ‒ Hochsauerlandkreis

Auf der Heide 18

33154 Salzkotten

Germany

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