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In wenigen Wochen steht Deutschland vor einer richtungsweisenden Bundestagswahl. Auch die südwestfälischen Unternehmer sind am 23. Februar aufgerufen, mit ihrer Stimme die Politik der kommenden Jahre mitzugestalten. Damit sich die Unternehmer in Südwestfalen einen Überblick über die programmatischen Zielvorstellungen der einzelnen Parteien für den Mittelstand verschaffen können, hatte Marlies Staudt und der Bundesverband mittelständische Wirtschaft am 20. Januar zu einer „Wahlarena Mittelstand Südwestfalen“ eingeladen. Gastgeber war das Mitgliedunternehmen „Trilux GmbH“ in Arnsberg.
Im Rahmen der von Andreas Jahn hervorragend moderierten Podiumsdiskussion versuchten Carl-Julius Cronenberg (FDP), Matthias Kerkhoff (CDU), Sandra Stein (Bündnis 90/Die Grünen) und Dirk Wiese (SPD) die zahlreichen Unternehmer von ihren Vorschlägen zur Verbesserung der desolaten Wirtschaftslage für den Mittelstand in Südwestfalen zu überzeugen.
Diskussionsthemen der Wahlarena waren unter anderem der Bürokratieabbau, die Reduzierung der hohen Energiekosten, der Ausbau der digitalen Infrastruktur im ländlichen Bereich. Auch die Fachkräftegewinnung für den Mittelstand durch eine Stärkung der dualen Ausbildung sowie die Förderung der Weiterbildung standen auf der Agenda.
Der dringend notwendige Bürokratieabbau stand besonders im Fokus der Diskussion. Die Kandidaten erörterten, warum Entbürokratisierungsmaßnahmen im Mittelstand nur selten Wirkung zeigten. Alle Kandidaten unterstrichen, dass die Digitalisierung der Behörden und der Abbau unnötiger Berichtspflichten ein wichtiger Schlüssel zur Entlastung der mittelständischen Unternehmer sei. Carl-Julius Cronenberg beleuchtete anschaulich, wie völlig sinnfreie Regulierungen aus Brüssel - wie CSDDD oder CSRD – mittelständische Unternehmen über Gebühr belasteten und zusehends aus dem globalen Markt drängten.
Auch die hohe finanzielle Belastung mittelständischer Unternehmen durch hohe Steuer- und Abgabenquoten war ausführlich Gegenstand der Diskussion. Dirk Wiese betonte, dass die SPD - nach dem erfolgreich im Bundestag verabschiedeten Bürokratieabbaugesetz - weitere Entlastungen plane, darunter die Senkung der Unternehmenssteuer auf unter 25 Prozent, verbesserte Abschreibungsregelungen und wirksame Maßnahmen zur Deckelung der Energiepreise.
Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion war der akute Fachkräftemangel mittelständischer Unternehmen. Matthias Kerkhoff mahnte eine dringende Modernisierung des Arbeitszeitgesetzes an, mit dem Ziel, Unternehmern und Arbeitnehmern durch eine wöchentliche, anstatt tägliche Höchstarbeitszeit mehr Flexibilität zu ermöglichen. Kerkhoff skizzierte Teile der „Agenda 2030“, einem Aktionsplan der CDU, der konkrete Maßnahmen beinhaltet, um den Mittelstand in Deutschland wieder wettbewerbsfähiger zu machen.
Sandra Stein forderte einen stärkeren Ausbau der Erneuerbaren Energien. Als Unternehmerin wünsche sie sich, dass Deutschland schneller beim Ausbau der Windenergie vorankomme. Marlies Staudt, Leiterin der Wirtschaftsregion, dankte zum Abschluss nochmals Gastgeber Trilux für die umfassende Gastfreundschaft. Die Diskussion wurde im Rahmen eines Empfangs intensiv mit den mittelständischen Unternehmern und den Kandidaten fortgesetzt.
Foto: TRILUX
Foto: TRILUX
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Marlies Staudt
Leiterin der Wirtschaftsregion ‒ Südwestfalen, Leiterin des Kreisverbandes ‒ Hochsauerlandkreis